Hier werde ich bald alle Bescheidenheit ablegen und ganz unverblümt über mich reden
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Ja, wer bin ich eigentlich? Eine wirklich spannende Frage, die ich mir immer mal wieder stelle. Ein schlauer Spanier sagte mir, dass der heilige Augustinus einmal gesagt hat: “Conocete, Aceptate, Superate.” was meines Wissens so viel heißt wie: “Lerne dich kennen, akzeptiere dich, übertreffe dich selbst.” Wenn man danach geht, bin ich gerade noch beim ersten dieser 3 Dinge und kann deshalb auch gar nicht so viel zu meiner Persönlichkeit sagen. Aber ich kann ja schon mal vorweg nehmen, dass ich Mario Adam heiße, 19 Jahre alt bin, gerade mein Abitur bestanden habe und Mitte August für ein Jahr nach Argentinien ausreisen werde, um dort einen entwicklungspolitischen Freiwillgendienst zu machen.
Viele sagen, dass man sich selbst darüber definiert, was man denkt und was man tut, beziehungsweise vor allem, was man tut von dem, was man gedenkt zu tun und was man tut, ohne dass man denkt. Wobei sich darüber streiten lässt, ob das Denken an sich nicht auch schon etwas ist, was man tut. Ich persönlich glaube ja, dass die Gedanken an sich nichts mit irgendwelchem Tun zu tun haben, aber dass “Gedanken denken” schon etwas ist, was man tut. Sicher bin ich mir aber nicht.
Hier also das, was ich getan habe oder noch tue, wenn ich nicht gerade Vorbereitungen für meinen Freiwilligendienst treffe:
Ich bin Trainer von 2 Fußballmannschaften des FC Junkersdorf. Dafür investiere ich mit Sicherheit die meiste Zeit: Training vorbereiten, Übungen anleiten, Spiele und Turniere, Elternabende, Telefonieren, damit auch alle über alles Bescheid wissen und über verschiedene Aufstellungen grübeln. Meine Arbeit als Trainer hat mich sehr geprägt. Ich habe gelernt große Mit-Verantwortung für das Funktionieren einer kleinen Gemeinschaft zu übernehmen, Rückschläge einzustecken, mit Kindern und deren Eltern so diplomatisch wie möglich umzugehen und dass es wichtiger ist, dass jeder sich wohlfühlt und Spaß am Fußball hat, statt ausgefeilte Taktiken einzustudieren. Motivation führt meistens automatisch zum Erfolg. Und der Erfolg ist auch wichtig. Irgendwann muss mal ein Sieg her, sonst geht auch der stärkste Durchhaltewillen verloren.
Bis vor kurzem war ich Mittelstreckler beim ASV Köln. Leider sind meine Bänder wohl nicht so wirklich fürs tägliche Training auf der Bahn gemacht und so kam es dazu, dass ich mich aufs Fußball spielen beschränkt habe. Aber das macht ja sowieso mehr Spaß als stundenlang im Kreis zu laufen
Wenn ich nicht auf dem Fußballplatz bin oder laufe, dann spiele ich oft Theater oder schreibe Gedichte und Dialoge, um sie mit Freunden oder allein auf offenen Bühnen vorzuführen oder um sie in verstaubten Schubladen verschwinden zu lassen (wenn sie zum Beispiel nicht so gut sind, was mir leider häufiger passiert…).
Na dann hau mal rein Kumpel
Gruß
Marian
Hi Mario,
mir fellt jetzt schon schwer dran zudenken das du 1 Jahr weg sein wirst. Da du mit abstand mein bester Kumpel bist fehlen mir die Worte um diesen Verlust zubeschreiben. Ich hoffe das sich zwischen Pesch und Schwefel nie was ändern wird
Hallo Mario
Wünsche dir alles gute bei deinen vorhaben.
Es ist ein riesen Verlust für den Verein das du weg bist. Das in Menschlicher wie auch in Sportlicher Hinsicht.
Gruss Hüs